In dieser Ausgabe:

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TITELSEITE

Trump unter Druck
Sonderermittler zur Russland-Affäre ernannt - US-Präsident sieht "Hexenjagd"
Washington (dpa/mc) - In der Russland-Affäre verstärkt sich der Druck auf den schwer angeschlagenen US-Präsidenten Donald Trump. Das Justizministerium setzte den früheren FBI-Chef Robert Mueller als Sonderermittler ein, um die Untersuchung zu möglichen Absprachen zwischen dem Wahlkampfteam von Trump und Russland zu leiten. Trump wittert dahinter eine Kampagne politischer Gegner. "Das ist die bei weitem größte Hexenjagd auf einen Politiker in der amerikanischen Geschichte!", schrieb er gestern im Kurznachrichtendienst Twitter. "Bei all den illegalen Handlungen, die es in Clintons Wahlkampfteam und in der Obama-Regierung gab, wurde nie ein Sonderermittler eingesetzt", erklärte der Präsident mit Blick auf seine demokratische Gegnerin im Wahlkampf, Hillary Clinton, und seinen Amtsvorgänger Barack Obama.

 

ÖSTERREICH

Neue Wahlen
Die Österreicher wählen am 15. Oktober vorzeitig ein neues Parlament. Die rot-schwarze Koalition aus sozialdemokratischer SPÖ und konservativer ÖVP war vor wenigen Tagen zerbrochen.

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HINTERGRUND

Neue Pleite
Bitterer Wahlabend für die Schulz-SPD: Die Sozialdemokraten verlieren in NRW die Macht. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft ist abgewählt. Wahlsieger ist CDU-Mann Armin Laschet.

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KULTUR

Neuer Rekord
Die 43. Internationale Buchmesse von Buenos Aires war wieder ein voller Erfolg: 1,2 Millionen Menschen besuchten vom 27. April bis zum 15. Mai das Messegelände. Das ist neuer Rekord.

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SPORT

Neue Spannung
Dramatik im Abstiegskampf der Bundesliga. Während der FC Ingolstadt als zweiter Absteiger feststeht, kommt es am letzten Spieltag zum direkten Duell zwischen dem HSV und Wolfsburg.

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Auch in dieser Ausgabe:

INTERNATIONALES
- Links und rechts der Mitte. Macrons neue Regierung steht.
Paris (dpa) - Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat eine Regierung mit Ministern aus mehreren politischen Lagern ernannt. Dabei setzte er seinen Kurs fort, die französische Politik neu zu ordnen und gute Drähte nach Deutschland zu legen.


- Heilige und Scheinheilige. Papst spricht Hirtenkinder heilig und bereitet sich auf Trump vor.
Fátima (dpa) - Am 100. Jahrestag der Marien-Erscheinung von Fátima hat Papst Franziskus vor Hunderttausenden Pilgern zwei Hirtenkinder heiliggesprochen. „Danke Brüder und Schwestern, dass ihr mich begleitet habt“, sagte das katholische Kirchenoberhaupt am Samstag an die Menge gerichtet, die sich auf dem Platz vor dem Heiligtum im portugiesischen Wallfahrtsort versammelt hatte.

MEINUNG
- Die Streitkräfte.
Argentinien verfügt heute formell über Streitkräfte, die in Wirklichkeit jedoch ein Schattendasein führen und nicht in der Lage sind, ihre eigentliche Funktion zu erfüllen. Zum Glück besteht Friede mit den Nachbarn, die mit dem Land dank Mercosur und Freihandelsabkommen mit Bolivien und Chile auch wirtschaftlich eng verbunden sind. Die Grenzstreitigkeiten mit Chile, insgesamt 23, wurden alle gelöst, nachdem der Beagle-Konflikt, der fast zu einem Krieg geführt hätte, durch ein Referendum überwunden wurde, eine geniale Initiative von Präsident Alfonsín, bei der über 80 Prozent der Wähler für den Frieden gestimmt haben. Dann löste Präsident Menem 21 Konflikte durch Verhandlung und zwei durch einen internationalen Schiedsspruch, wobei einer für und einer gegen Argentinien ausfiel.


- Im Blickfeld: Alles oder nichts. Von Michaela Ehammer.
Österreich steht vor Neuwahlen. Bei all den „Fake-News“, die in der Internetwelt herumgeistern wie die gigantomanischen Gedanken von Sebastian Kurz, ist das wohl oder übel die triste Realität in der Alpenrepublik. Regulärer Wahltermin wäre erst für Oktober 2018 vorgesehen gewesen. Ob durch die um ein Jahr vorgezogenen Neuwahlen endlich die ersehnte Verbesserung der österreichischen Regierungspolitik eintritt, sei dahingestellt. Abzusehen war das Ende der rot-schwarzen Zwangsehe allemal. Die politischen Karten werden wieder einmal neu gemischt, und die Hauptdarsteller des Polit-Spektakels - Christian Kern (SPÖ), Sebastian Kurz (ÖVP) sowie Heinz-Christian Strache (FPÖ) - müssen sich um ein Pokerface bemühen. Möglich wäre es für jeden von ihnen, ganz oben auf dem Siegertreppchen zu stehen.

HINTERGRUND
- „Kein Bonus für Regierungschefs“. Schulz-SPD nach NRW-Schlappe vor sehr schwerem Neustart. Von Klaus Blume.
Berlin - Am Morgen nach der Wahlniederlage in Nordrhein-Westfalen war bei der SPD-Spitze in Berlin Mutmachen angesagt. „Wenn man kämpft, kann man verlieren, wenn man nicht kämpft, hat man schon verloren“, befand Parteivize Ralf Stegner. „Wir haben gelernt, nach Niederlagen wieder aufzustehen“, sagte Thorsten Schäfer-Gümbel, ebenfalls stellvertretender Parteichef, in die Reportermikrofone. Der SPD-Vorsitzende Martin Schulz bekräftigte, seine Partei sei „eine kampferprobte Partei“.

ARGENTINIEN
- Prozess gegen Hebe de Bonafini. Madres-Vorsitzende im Schoklender-Skandal angeklagt.
Buenos Aires (AT/mc) - Nun wird es ernst für Hebe de Bonafini. Die Vorsitzende der Menschenrechtsorganisation „Mütter der Plaza de Mayo“ (Madres) muss sich in einem Prozess wegen Betrugs am Staat verantworten. Dies verfügte Bundesrichter Marcelo Martínez de Giorgi am Montag. Ebenfalls auf der Anklagebank Platz nehmen müssen die Gebrüder Pablo und Sergio Schoklender, einst die Bevollmächtigten des Sozialbauprogramms der Madres „Sueños Compartidos“, sowie der ehemalige Staatssekretär für öffentliche Bauten, José López: Letzterer sitzt bereits in Haft, da er im Juni vorigen Jahres erwischt wurde, als er Geldsäcke mit 9 Millionen Dollar in einem Kloster verstecken wollte.


- Mammutprojekt in „Villa 31“. Elendsviertel soll städtebaulich erschlossen warden.
Buenos Aires (AT/mc) - „Wir wollen, dass Barrio 31 ein weiterer Stadtteil von Buenos Aires wird.“ Bürgermeister Horacio Rodríguez Larreta und sein Regierungsteam haben ehrgeizige Ziele, was das Elendsviertel in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Bahn- und Busbahnhöfen in Retiro angeht. Vor wenigen Tagen lud der Verwaltungschef der Hauptstadt ausländische Korrespondenten zu einem Rundgang in den Problembezirk ein, der sich in den vergangenen Jahrzehnten an den Gleisanlagen gebildet hat. Dort leben heute auf einer Fläche von 32 Hektar gut 40.000 Menschen - je zur Hälfte Argentinier sowie Zuwanderer aus Paraguay, Bolivien und Peru.

TIPPS FÜR FEINSCHMECKER
- Zu Tisch in Buenos Aires. Von Michaela Ehammer.

SPORT
- Salzburg verteidigt Meistertitel. Erneuter Anlauf auf Champions League / Double möglich.
Salzburg (dpa/mc) - Red Bull Salzburg ist zum vierten Mal in Serie österreichischer Fußballmeister. Nach dem 1:0-Heimsieg gegen Rapid Wien am Samstag ist der Titelverteidiger an den verbleibenden drei Spieltagen nicht mehr von der Spitze zu verdrängen. Valentino Lazaro beseitigte mit seinem Tor in der 73. Minute auch die letzten Zweifel am nächsten Triumph der Salzburger. In seiner zwölften Erstliga-Saison feierte der vom Getränkeriesen Red Bull unterstützte Club damit schon zum achten Mal den Meistertitel.


- VfL-Frauen sind Meister.
Düsseldorf (dpa/mc) - Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg sind vorzeitig zum dritten Mal nach 2013 und 2014 deutscher Meister geworden. Die Mannschaft von Trainer Ralf Kellermann verlor zwar am Sonntag beim SC Freiburg mit 0:2 (0:0). Doch weil Titelverteidiger Bayern München beim bisherigen Tabellen-Zweiten Turbine Potsdam 4:0 (3:0) siegte, steht Wolfsburg schon nach 21 von 22 Spieltagen bei 53 Punkten als Meister fest. München (49) hat als Zweiter vor Potsdam (47) beste Chancen auf den zweiten Champions-League-Platz.


- DEB-Team unterliegt Kanada.
Köln (dpa/mc) - Deutschlands Eishockey-Party ist beendet. Das WM-Märchen von 2010, als die Deutschen vor eigenem Publikum bis ins Halbfinale vordrangen, bleibt unerreicht. Gegen Titelverteidiger Kanada leisteten sich die deutschen Cracks beim 1:2 (0:1, 0:1, 1:0) im Viertelfinale gestern zu viele Fehler und blieben im Angriff zu harmlos. Vor 16.653 Zuschauern in der überraschend nicht ausverkauften Kölner Arena konnte Stürmer Yannic Seidenberg zwar verkürzen (54. Minute) und ließ in der Schlussphase auf die Sensation hoffen. Doch die Treffer von Mark Scheifele (18.) und Jeff Skinner (39.) reichten dem 26-maligen Weltmeister zum 33. Sieg im 36. WM-Duell.

HÜBEN & DRÜBEN
- “Summer of Love” im Museum. Psychedelische Hippie-Kunst der 60er Jahre. Von Barbara Munker.
Für viele lebt der “Summer of Love”weiter. Das 50. Jubiläum der Flower-Power-Bewegung von 1967 wird in San Francisco groß gefeiert. Hippies erinnern an die alten Ideale, Besucher folgen den Blumenkindern und Museen blicken zurück auf die Flower-Power-Kunst.


- Die falsche Lücke. Das Deppenleerzeichen greift um sich. Von Michel Winde.
Berlin - Selten wurde über ein Satzzeichen so leidenschaftlich diskutiert wie zuletzt über den Bindestrich. Auslöser waren Wahlbenachrichtigungen in leichter Sprache, die vor der Landtagswahl am 7. Mai in Schleswig-Holstein verschickt wurden. Von “Land-Tag” und “Haus-Nummer” war da die Rede, von “Vor-Name” und “Post-Leit-Zahl”. Lauter Bindestriche in Wörtern, die eigentlich zusammengeschrieben werden. Das war für viele Kommentatoren zu viel, die Aufregung groß. Dabei fristet der Bindestrich seit Jahren ein kümmerliches Schattendasein. Das Deppenleerzeichen greift um sich.

WISSENSCHAFT
- Zika-Rückgang in Brasilien. Gefahr gebannt / Nationaler Notstand beendet.
Brasilia (dpa) - Nach 18 Monaten hat Brasilien den nationalen Notstand wegen der Zika-Epidemie und der starken Zunahme von Schädelfehlbildungen bei Säuglingen für beendet erklärt. Wie das Gesundheitsministerium in Brasilia am vorigen Donnerstag mitteilte, habe es von Januar bis Mitte April nur noch 7911 neue Zika-Infektionen gegeben, die durch Stiche der Gelbfiebermücke Aedes Aegypti ausgelöst werden.


- Die Erfindung, die niemand haben wollte. 50 Jahre Taschenrechner. Von Christoph Dernbach.
Dallas/Paderborn - Es muss den US-Physiker Jack Kilby vor über 50 Jahren fast in den Wahnsinn getrieben haben, dass sein damaliger Arbeitgeber Texas Instruments (TI) den Wert seiner bahnbrechenden Erfindung nicht richtig zur Kenntnis nahm. Im Sommer 1958, während seine Laborkollegen in den Sommerferien weilten, hatte er mit improvisierter Ausrüstung den integrierten Schaltkreis entwickelt, den ersten Mikrochip der Welt. Es sollte noch einmal fast zehn Jahre dauern, bis er mit dem Prototyp eines ersten Taschenrechners eine Perspektive für den Mikrochip aufzeigen konnte.


- Eisige Welten und gezahnte Gipfel. Der Nationalpark Los Glaciares feiert seinen 80. Geburtstag. Von Michaela Ehammer.
Buenos Aires (AT) - Das Land Argentinien birgt viele Naturschätze. Der Nationalpark “Los Glaciares“ ist einer davon. Jahr für Jahr zieht der wohl bekannteste Park im Süden Argentiniens Tausende einheimische wie ausländische Touristen an. Am 11. Mai 1937 wurde er gegründet und feiert in diesem Jahr sein 80-jähriges Bestehen.


- Die “stumme Krankheit“.
Heidelberg (dpa/tmn) - Bluthochdruck ist für Betroffene schwer zu erkennen. Denn die Symptome sind unspezifisch und reichen von Kopfweh über Schwindel bis hin zu Nasenbluten oder Brustdruck - und das auch nur bei sehr hohen Werten. “Das alles kann natürlich auch noch ganz andere Ursachen haben“, sagt Peter Trenkwalder von der Deutschen Hochdruckliga (DHL). Bluthochdruck sei eine “stumme Krankheit“, denn ähnlich wie bei Diabetes im Frühstadium merken Betroffene kaum etwas von ihrer Erkrankung.


- Wenig Schlaf macht unbeliebt.
Stockholm (dpa) - Wer wenig schläft, sieht nicht gut aus. Das kennen wohl die meisten Menschen aus eigener Erfahrung. Mangelnder Schlaf hat aber noch ganz andere “Nebenwirkungen”: Andere Menschen wollen mit Unausgeschlafenen lieber nichts zu tun haben - das zumindest ist das Ergebnis einer Studie. Vermutlich meiden sie diese unbewusst, um sich selbst zu schützen, vor ansteckenden Krankheiten etwa, berichten Wissenschaftler im Fachblatt “Open Science” der britischen Royal Society.

GEMEINSCHAFTEN
- Besuch der Bundesratspräsidentin und Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz Frau Malu Dreyer am Instituto Ballester Deutsche Schule.
Am Mittwoch, dem 10. Mai, hatte das Instituto Ballester die Ehre Bundesratspräsidentin Malu Dreyer, den Herrn Botschafter und sein Team, den Landtagspräsidenten von Rheinland-Pfalz, Staatsekretäre, den DGB-Vorsitzenden von Rheinland-Pfalz und eine große Wirtschaftsdelegation zu empfangen. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Gesamtschulleiter Sebastian Schimmer und den Präsidenten der Schule Herrn Daniel Kummert wurde das Berufsbildungszentrums (BBZ) durch den Leiter Agaton Nachtigall vorgestellt. Im Anschluss präsentierte Frau Barbara Konner die Arbeit und den Aufbau des Dualen Systems in Argentinien und die Rolle der AHK dabei.


- Hoher Besuch im Maria Luisen Kinderheim.
Die Bundesratspräsidentin und Ministerpräsidentin von Rheinland Pfalz Frau Malu Dreyer und eine fast 50-köpfige Delegation aus Politik und Wirtschaft besuchten uns am 10. Mai in unserem Standort in Villa Ballester.

KULTUR
- Strahlender Auftakt in Cannes Jede Menge Stars und starke deutschsprachige Präsenz.
Cannes (dpa/AT) - Es ist ein ungewohntes Bild am Prachtboulevard von Cannes. Direkt vor dem Palais des Festivals, dem Herzen der Filmfestspiele, stehen Metalldetektoren. Ganz so wie am Flughafen, aber nur wenige Schritte vom roten Teppich entfernt, über den in den kommenden Tagen unzählige Stars in eleganter Abendgarderobe flanieren werden. So ungewohnt der Anblick allerdings ist, wirklich überraschend ist er angesichts der angespannten Sicherheitslage in Frankreich nicht. Wer es zum Auftakt des 70. Filmfests am Mittwoch aber durch dieses Nadelöhr geschafft hatte, konnte sich im Kinosaal wieder auf das Wesentliche konzentrieren: die Filme.


- Eurovision Song Contest 2017. Portugal triumphiert / Deutschland enttäuscht schon wieder.
Kiew (dpa/AT) - Portugal hat zum ersten Mal den Eurovision Song Contest gewonnen, während Deutschland die dritte Pleite in Folge erlebt. Der portugiesische Sänger Salvador Sobral bekam für sein Lied “Amar Pelos Dois” mit 758 Punkten die meisten Stimmen. Das gaben die Moderatoren in der Nacht zum Sonntag in Kiew nach der Präsentation der Wertungen von Jurys und Publikum bekannt.


- 26. Kunstmesse arteBA.
Buenos Aires (AT/SF) - Vom 24. Mai bis einschließlich 27. Mai wird sie in aller Munde sein: Die wichtigste Messe Moderner Kunst Argentiniens, arteBA, zelebriert Ende Mai ihre 26. Ausgabe.

WIRTSCHAFT
- Auch G7-Länder nur mit Minimal-Kompromiss zum Handel.
Die Top-Wirtschaftsmächte streiten weiter über eine gemeinsame Handelspolitik. Die USA blockierten auch beim Treffen der G7-Gruppe der führenden westlichen Industrieländer ein klares Bekenntnis zu freiem Handel und gegen Marktabschottung. Die G7-Finanzminister und -Notenbankchefs verständigten sich am Samstag in Bari nur auf einen Minimalkonsens. In der G7-Abschlusserklärung hieß es äußerst knapp: «Wir arbeiten daran, den Beitrag des Handels für unsere Volkswirtschaften zu stärken.»


- USA und China einigen sich auf erste Handelserleichterungen.
China und die USA haben sich auf neue Handelserleichterungen geeinigt. So wird China seinen Markt wieder für amerikanisches Rindfleisch öffnen, während die USA den Import von gekochtem Geflügel aus China erlauben werden. Die anfänglichen Vereinbarungen, die Handelsminister Wilbur Ross in Washington präsentierte, sehen ferner Lieferungen von US-Flüssiggas nach China und mehr Marktzugang für Finanzdienste auf beiden Seiten vor.


- US-Kaufhäuser wegen „Amazon-Effekt“ in Not.
Der Niedergang des klassischen Einzelhandels in den USA scheint nicht mehr aufzuhalten: Immer mehr Kunden shoppen im Internet, für Kaufhaus-Ikonen wie Macy‘s, Sears, JC Penney‘s oder Kohl‘s wird die Lage deshalb zusehends kritischer. Zum Jahresauftakt liefen die Geschäfte miserabel - Anleger reagierten schockiert. Für die US-Wirtschaft insgesamt stellt die Entwicklung eine ernste Bedrohung dar, denn am Einzelhandel hängen zahlreiche Jobs.


- Staatsfinanzen 2016.

- 16 Abkommen für u$s 17 Mrd. mit China.
Präsident Mauricio Macri unterzeichnete in Peking mit Präsident Xi Jinping 16 Abkommen, die eine Finanzierung von ca. u$s 17 Mrd. umfassen.

WIRTSCHAFTSÜBERSICHT
- Keine realistische Alternative zur bestehenden Wirtschaftspolitik.
Die Lage der argentinischen Wirtschaft wird heftig kritisiert, einmal von der Opposition, den Gewerkschaften und linken Gruppen - und dann von Ökonomen u.a., die es mit der Regierung gut meinen. Dass die Wirtschaft erst jetzt, anderthalb Jahre nach Beginn der Macri-Regierung erste Zeichen der Erholung der Konjunktur aufweist, ist nicht befriedigend, umso mehr als die Regierung selber die Aussicht auf eine schnelle Besserung hatte und der schweren Erbschaft, die Cristina Kirchner hinterlassen hatte, erst viel später die Bedeutung gab, die sie wirklich hatte. Der Schaden war effektiv viel größer als zunächst angenommen wurde und ging weit über das Korruptionsproblem hinaus. Der Kernpunkt war die phänomenale Aufblähung des Staates.


- Ein optimistisches Bild der Konjunktur.
Von der Regierung erwartet man, dass sie die positiven Aspekte der Entwicklung hervorhebt. Für die schlechten sorgt die Opposition und auch viele Journalisten, die sich an das Prinzip halten, dass gute Nachrichten nicht interessieren. Indessen ist es selten, dass Regierungssprecher es verstehen, ihre Position zu verteidigen. Deshalb sticht die Haltung von Schatzminister Nicolás Dujovne hervor, wenn er jetzt positive Daten hervorhebt. Dies ist besonders wichtig, um zu zeigen, dass die Wirtschaftspolitik der Regierung beginnt, Erfolge aufzuweisen. Die Aussicht, dass die Wirtschaft weiter wächst, führt dann zu Entscheidungen der Unternehmer, besonders was Investitionen betrifft, die mit dazu beitragen. Das nennt man eine selbsterfüllende Prophezeiung.

Develop Cámara Argentino Alemana Cámara de Comercio Argentino Austríaca