In dieser Ausgabe, Freitag 16. November:

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TITELSEITE

Gedenken der Superlative
Eindringliche Warnungen vor neuem Nationalismus
Paris (dpa) - Beim Gedenken an das Ende des verheerenden Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren haben Deutschland und Frankreich eindringlich vor dem erstarkenden Nationalismus und Gefahren für den Weltfrieden gewarnt. „Die alten Dämonen steigen wieder auf - bereit, ihr Werk von Chaos und Tod zu vollenden“, sagte Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron bei einer großen Feier mit rund 70 Staats- und Regierungschefs im Schatten der Pariser Triumphbogens. „Patriotismus ist genau das Gegenteil von Nationalismus.“ Auf der Tribüne saßen bei regnerischem Wetter auch die Präsidenten Russlands und der USA, Wladimir Putin und Donald Trump.

 

INTERNATIONALES

Ausgebreitet
Täglich steigt die Zahl der Todesopfer durch die verheerenden Brände in Kalifornien. Verkohlte Leichen werden aus Ruinen gezogen. Der Ort Paradise muss komplett wieder aufgebaut werden.

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GEMEINSCHAFTEN

Ausgezeichnet
Ehrung für einen Verstorbenen: Für seine Verdienste um die Rettung Verfolgter des NS-Regimes wurde der einstige Diplomat Johannes Erkinger von Schwarzenberg post mortem ausgezeichnet.

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KULTUR

Ausgelassen
Startschuss für die „Fünfte Jahreszeit“: In den deutschen Karnevalshochburgen Köln, Mainz und Düsseldorf wurde - dem Regen zum Trotz - um 11:11 Uhr die neue Karnevalssaison eröffnet.

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SPORT

Ausgespielt
Borussia Dortmund ist dem FC Bayern München in der Fußball-Bundesliga erst einmal enteilt. Der BVB kam im Spitzenspiel trotz zweimaligen Rückstands zu einem 3:2 gegen die Bayern.

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Auch in dieser Ausgabe:

INTERNATIONALES
- Forderung nach harter Hand. Israels Verteidigungsminister erklärt Rücktritt - Neuwahlen?
Jerusalem (dpa/nk) - Israels Verteidigungsminister Avigdor Lieberman hat aus Protest gegen eine Waffenruhe mit der radikal-islamischen Hamas überraschend seinen Rücktritt erklärt. Die Waffenruhe sei eine „Kapitulation vor dem Terror“, sagte der Vorsitzende der ultra-nationalen Partei Israel Beitenu. Die radikalislamische Hamas feierte den Rücktritt als „politischen Sieg für Gaza“. Israelische Soldaten erschossen nach palästinensischen Angaben am Nachmittag einen Fischer.

DEUTSCHSPRACHIGER RAUM
- 100 Jahre Österreich. Der Start als Republik war äußerst schwer.
Wien (dpa) - Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat beim Staatsakt zur 100-Jahr-Feier der Alpenrepublik vor einer Demokratie-Müdigkeit gewarnt. Wer sich nach schnelleren politischen Lösungen in einer weniger liberalen Demokratie sehne, liege falsch. „Es gibt keine Abkürzungen. Der Weg zur gemeinsamen Lösung mag manchmal steinig sein, aber er ist aller Mühen wert“, betonte das Staatsoberhaupt in seiner Rede in der Wiener Staatsoper am Montag. Die liberale Demokratie sei mehr als die Herrschaft der Mehrheit. „Die liberale Demokratie verlangt nach der Vielfalt der Stimmen und dass keine Stimme ungehört bleibt“, erinnerte der Bundespräsident an die Minderheitenrechte und die Unverzichtbarkeit der Toleranz.

MEINUNG
- Das Korruptionsvermögen. Von Juan E. Alemann.
Es besteht kein Zweifel, dass es unter den Regierungen von Néstor und Cristina Kirchner eine systematische Korruption gab, die nur mit ihrer Mitwirkung möglich war. Der Umfang der von Staat entwendeten Mittel wird gelegentlich auf über 30 Milliarden Dollar berechnet, ein Betrag, mit dem der Staat jetzt seine finanziellen Sorgen los würde. Doch auch wenn es sich nur um 10 Milliarden Dollar handelt, und das ist es auf alle Fälle, könnten damit zumindest viele soziale Probleme gelöst werden. Das ist bisher nur in einem Einzelfall geschehen: mit den 80.000 Dollar in bar, die im Zollamt entdeckt wurden, als sie der Venezolaner Antonini Wilson mitbrachte, wurde eine Schule in Entre Rios voll erneuert. In diesem Fall konnte sich das Zollamt den Betrag legal aneignen. Aber mit den fast 900.000 Dollar, die José López in einem Kloster verstecken wollte, ist noch nichts geschehen. Nach drei Jahren Macri-Regierung gibt es noch immer kein Gesetz, dass die Übertragung des von Staatsbeamten gestohlenen Geldes an den Staat verfügt. Halten wir fest, dass der Zugriff zu diesem Vermögen viel wichtiger ist, als die Haftstrafen.


- Im Blickfeld: Ganz sicher unsicher. Von Stefan Kuhn.
Der große Durchbruch? Na ja, davon kann man nun wirklich nicht sprechen. Aber das jetzt ausgehandelte Brexit-Abkommen des Vereinigten Königreichs mit der Europäischen Union ist zumindest eine erste Kompromisslösung, die nach anderthalb Jahren Verhandlungen zunächst große Erleichterung hinterlässt. Kompromisse sind die Essenz demokratischer Gesellschaften, sie bergen aber die Gefahr, dass niemand so recht zufrieden mit ihnen ist.

HINTERGRUND
- Weltweites Gedenken.
Überall in der Welt wurde am Wochenende des Endes des 1. Weltkriegs vor 100 Jahren gedacht. Die zentrale Feier fand am Sonntag in Paris statt, wo Präsident Emmanuel Macron rund 70 Staats- und Regierungschefs empfing. Bereits am Samstag hatte sich der französische Präsident mit Bundeskanzlerin Angela Merkel im historischen Eisenbahnwagen in Compiègne getroffen, wo vor 100 Jahren der Waffenstillstand unterzeichnet wurde. In London legte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der britische Thronfolger Prinz Charles Kränze am Kenotaph-Denkmal nieder. Queen Elizabeth II. Verfolgte die Zeremonie vom Balkon aus. In Buenos Aires gab es am Sonntag eine Gedenkveranstaltung auf dem britischen und deutschen Friedhof, bei der das Tor in der trennenden Mauer geöffnet wurde. Die beiden nebeneinanderliegenden Friedhöfe waren nach Kriegsbeginn zuerst durch einen Zaun und dann durch eine Mauer getrennt worden. Am frühen Nachmittag gab es einen Empfang in der französischen Botschaft.

ARGENTINIEN
- Bewegende Versöhnungsgeste. Mauer zwischen deutschem und britischem Friedhof geöffnet. Von Marcus Christoph.
Buenos Aires (AT) - Es war ein bewegender Moment: Viel Geschichte war im Spiel, als die Botschafter Jürgen Christian Mertens (Deutschland) und Mark Kent (Großbritannien) am Sonntag den Durchgang zwischen dem deutschen und dem britischen Friedhof in Chacarita einweihten. Jahrzehntelang waren die beiden Grabstätten durch eine Mauer getrennt. Nun durchschnitten die beiden Exzellenzen im Torbereich symbolisch ein Band und gaben so den Weg frei.


- Mit Edelweiss Air in die Schweiz. Lufthansa Gruppe erweitert Verbindungen zwischen Europa und Südamerika. Von Nicole Klostermann.
Buenos Aires (AT) - Über den Wolken soll die Freiheit ja bekanntlich grenzenlos sein. Das besang zumindest vor vielen Jahren der Sänger Reinhard Mey. Freiheit über den Wolken inklusive verspricht nun auch die Schweizer Lufthansa-Tochter „Edelweiss“, die ab sofort zweimal wöchentlich zwischen Zürich und Buenos Aires verkehren wird.

SPORT
- Nations League: Zittern vor dem Abstieg.
Stuttgart (dpa/mc) - Am letzten Spieltag der Nations League droht der deutschen Fußball-Nationalmannschaft der Abstieg aus der Liga A. Wie die Chancen stehen, am Montag (16.45 Uhr) in Gelsenkirchen im Spiel gegen Holland den Klassenerhalt doch noch zu sichern, hängt zunächst auch vom heutigen Spiel zwischen Frankreich und Holland ab. Die Deutschen müssen auf einen Sieg des aktuellen Weltmeisters hoffen.


- CONMEBOL Libertadores: Remis im ersten Finale.
Buenos Aires (dpa) - Die Boca Juniors und River Plate aus Buenos Aires haben sich im ersten Finalspiel um den diesjährigen Titel in der Copa Libertadores remis getrennt. Im einem historischen ersten Aufeinandertreffen beider Traditionsvereine in der südamerikanischen Champions League gab es zwischen den Erzrivalen am Sonntagabend beim Hinspiel in Buenos Aires ein 2:2 (1:2).

FREIZEIT
- Buenos Aires kocht auf. Latin America‘s Best Restaurants 2018. Von Nicole Klostermann.
Buenos Aires (AT) - Wenn der Magen knurrt und der Kühlschrank mal wieder nichts als gähnende Leere hergibt, für diesen Fall gibt es Hilfe: „Latin America‘s 50 Best Restaurants 2018“, einer Plattform hinter der sich Restaurantkritiker, Köche und bekannte Profis der weltweiten Gastroszene verbergen, hat auch dieses Jahr wieder die 50 besten Restaurants Lateinamerikas gewählt. In mehreren Kategorien ist Buenos Aires mit geschlagenen zehn Restaurants unter den insgesamt 50 ausgezeichneten Gastadressen in ganz Lateinamerika vertreten.

HÜBEN & DRÜBEN
- “Die Madonna von Villa Ballester”. Schüler des Instituto Ballester auf den Spuren von Maria Cecilia Barbettas Roman „Nachtleuchten“.
Buenos Aires (AT) - Mit ihrem zweiten Roman „Nachtleuchten“ erhielt die in Berlin lebende und aus Buenos Aires stammende Autorin Maria Cecilia Barbetta sehr viel Aufmerksamkeit in Deutschland. Die Finalistin des Deutschen Buchpreises 2018 führt den Leser mit „großer poetischer Sinnlichkeit“ und einem feinen Gespür für Humor in das Argentinien der 70er Jahre unmittelbar vor der Militärdiktatur.


- „Beide Welten sind in mir“. Maria Cecilia Barbetta liest aus ihrem Roman „Nachtleuchten“. Von Jochen Kampmann, Rhein-Zeitung.
Koblenz. „Mehr als eine Stunde vorzulesen zu dürfen, das ist doch der reine Luxus,“ sagt Maria Cecilia Barbetta mit strahlendem Gesicht, bevor sie die Gesprächsrunde mit den begeisterten Zuhörern eröffnet. Es ist inzwischen 22 Uhr geworden. Die gut 140 Zuhörer in der Buchhandlung Reuffel haben der Schriftstellerin mit Mannequinfigur hingerissen zugehört. Einige hatten sie bereits im Frühjahr erlebt, als sie ebenfalls bei Reuffel zu Gast war und das erste Mal über ihren zweiten Roman „Nachtleuchten“ sprach („Nachtleuchten“, S. Fischer Verlag, 521 S., 24 Euro). Von Müdigkeit ist bei Barbetta nichts zu merken.

WISSENSCHAFT
- Wenn der kleine Bauch schmerzt. Blinddarmentzündung bei Kindern: Wann muss operiert werden?
Düsseldorf/Berlin (dpa) - Von jetzt auf gleich sind sie da: Bauchschmerzen, die mit der Zeit stärker werden. Dem Kind vergeht der Appetit, vielleicht bekommt es Fieber, erbricht sich oder es wirkt schlapp. Sehen Eltern solche Symptome, sollten sie ihr Kind bald zum Kinderarzt oder in eine Klinik fahren. Denn Auslöser solcher Beschwerden könnte eine Blinddarmentzündung sein.


- Ausgesaugter Planet. Der Zustand der Erde ist kritisch, aber nicht hoffnungslos.
Berlin - Die Bestände zahlreicher Wirbeltierarten auf der Erde sind einer großen Untersuchung zufolge in den vergangenen Jahrzehnten um mehr als die Hälfte geschrumpft. Der Rückgang zwischen 1970 und 2014 betrage im Schnitt 60 Prozent, heißt es im Living Planet Report 2018 der Umweltstiftung WWF und der Zoologischen Gesellschaft London. Damit hat sich der Wert seit der vergangenen Ausgabe von 2016 zwar um weitere zwei Prozentpunkte verschlechtert, im Vergleich zu den 80er und 90er Jahren fällt der Schwund aber etwas schwächer aus.

GEMEINSCHAFTEN
- Bunte Feier - dem Regen zum Trotz. Gemeindefest der deutschsprachigen Katholiken. Von Marcus Christoph.
Buenos Aires (AT) - Auf den ersten Blick hatte es Petrus nicht gut gemeint mit den deutschsprachigen Katholiken der St. Bonifatius-Gemeinde im Buenos-Aires-Stadtteil Belgrano. Als sie am Sonnabend ihr traditionelles Gemeindefest feiern wollten, regnete es ohne Unterlass. Auf den zweiten Blick bedeuteten die widrigen Wetterverhältnisse möglicherweise aber auch einen Vorteil: So führten sie dazu, dass das für den Nachmittag angesetzte Finale der Copa Libertadores zwischen Boca und River abgesagt und auf den Sonntag verlegt wurde. Sicher kein Nachteil für die Festorganisatoren um den Gemeindevorsitzenden Manfred Grashof.


- Viel mehr als nur ein Datum. Ein Akt des Gedenkens und der Mahnung an Gegenwart und Zukunft.
Die Pestalozzi-Schule gedachte der „Reichskristallnacht“ am 9. November 1938. Dazu wurde in Anwesenheit von Schülern, Vertretern der deutschen Botschaft und der Schule die Stolperschwelle am Eingang der Schule gereinigt und es wurden weiße Rosen abgelegt.


- Indisches Fest der Lichter in San Isidro. „Send A Child to School“ unterstützt die Kleinsten der Gesellschaft. Von Nicole Klostermann.
Buenos Aires (AT) - Wenn der gregorianische Kalender Ende Oktober/ Anfang November schreibt und in Indien zur gleichen Zeit der Neumond im Hindu-Monat „Kartik“ stattfindet, feiern die Hindus Diwali, das Fest der Lichter.


- In Memoriam: Federico Mertig.
Mit dem Ableben von Federico Mertig, am vergangenen 30. Oktober 2018, hat nicht nur die deutsche Gemeinschaft in ganz Argentinien eine herausragende Persönlichkeit verloren.

KULTUR
- Die Irrfahrten des Meese. Eine verrückte Reise zum Vulkan der Kunst .
München - Es ist nur ein Raum, trotzdem gibt es in der Werkschau Künstlers Jonathan Meese in der Pinakothek der Moderne in München viel zu entdecken. Gemälde, Raummodelle, Zeichnungen, Fotocollagen und Künstlerbücher geben Einblick in das vielfältige Schaffen des 48-Jährigen, der wie besessen malt, Videos dreht und Manifeste verfasst, in denen er die Diktatur der Kunst fordert. Ritter, Bösewichte, fabelhafte Tierwesen, Mythenfiguren, Schlagworte und Sätze in grellbunten Farben füllen die Werke. Viele geben Rätsel auf, vor allem wenn sich Meese Wortschöpfungen bedient wie „Totale Ballerinanny“ oder „Erzhermetik“. Eine verrückte Reise, passend zum Titel: „Die Irrfahrten des Meese“ hat der Künstler mit schwarzer Farbe groß gepinselt im Eingang der Ausstellung, die seit dem gestrigen Donnerstag noch bis zum 3. März 2019 läuft.


- Saracenos neuster Streich. Kugel-Skulpturen in Wiener Barockkirche.
Wien (dpa/nk) - Der für seine luftigen Skulpturen bekannte Argentinier Tomás Saraceno bringt seine neue Installation in der Wiener Karlskirche zum Schweben. Zwei teils reflektierende Kugeln von zehn und sieben Metern Durchmesser werden ein Jahr lang in der 300 Jahre alten Barockkirche zu sehen sein. Angesichts der Dimensionen der Kirche - sie hat einen eher kleinen Grundriss, aber dafür eine 70 Meter hohe Kuppel - sei es wichtig gewesen, einen Künstler zu finden, der architektonisch denke, betonte der Kurator Moritz Stipsicz am Dienstag.


- Protestiert und ausgebuht. Filmfestival Mar del Plata eröffnet.
Mar del Plata (dpa/nk) - Überschattet von Protesten ist das 33. Internationale Filmfestival von Mar del Plata mit dem Film „Sueño Florianópolis“ (Traum Florianopolis) der Argentinierin Ana Katz eröffnet worden. Der argentinische Kultursekretär Pablo Avelluto wurde bei der Eröffnungsfeier allerdings mit Buhrufen empfangen, die Proteste galten den Etatkürzungen seitens der Regierung für die Kulturpolitik. Das Festivalprogramm wurde nach der starken Abwertung des Peso im August um drei Tage gekürzt.

WIRTSCHAFT
- Der Bonus von $ 5.000.
Am letzten Montag hat die Regierung schließlich die Zahlung eines Bonus von $ 5.000 an private Arbeitnehmer per Dekret verfügt, auf den keine Soziallasten gezahlt werden. $ 2.500 sollen mit dem Novemberlohn und $ 2.500 mit dem Januarlohn gezahlt werden. Zwischen diesen beiden Zahlungen wird der halbe zusätzliche Jahreslohn (“aguinaldo”) gezahlt, so dass die Arbeitnehmer während drei Monaten einen Zusatz erhalten. Bei Arbeitnehmern, die eine geringere Arbeitszeit haben, fällt der Bonus entsprechend geringer aus. Das Dekret sieht auch vor, dass die Unternehmen, die sich in Krisensituationen befinden, über eine Zahlung des Bonus in mehr monatlichen Raten verhandeln können.


- Geschäftsmöglichkeiten für deutsche Unternehmen in Argentinien.
Mit dem Ziel, Investitionsmöglichkeiten zu identifizieren, ausländisches Kapital anzuziehen und das Programm zur Öffnung Argentiniens für internationale Märkte fortzusetzen, organisierte die Botschaft der argentinischen Republik in Zusammenarbeit mit der Bank Santander und dem Lateinamerika Verein e.V. (LAV) ein Seminar über Investitionsmöglichkeiten in Argentinien. Dieses Seminar ist unterteilt in zwei Veranstaltungen: die erste fand am Dienstag, dem 13. November 2018, in der Argentinischen Botschaft in Berlin statt, während die zweite für den 15. November geplant ist, dieses Mal im Steigenberger Parkhotel in Düsseldorf.


- Das Haushaltsgesetz für 2019 wurde verabschiedet.
In der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag hat der Senat, nach zahlreichen unnötigen langen Reden, schliesslich das Gesetzesprojekt über das Budget der Bundesregierung für 2019 mit 45 gegen 24 Stimmen verabschiedet, nachdem es vorher schon von der Deputiertenkammer angenommen worden war. Die Regierungsfraktion Cambiemos erhielt dabei auch Stimmen von Justizialisten, die nicht mit CFK einher gehen. Wesentlich war dabei die Tatsache, dass Inneminister Rogelio Frigerio vorher schon mit de peronistischen Gouverneuren verhandelt hatte, und ihnen dabei zusätzliche Ausgaben fúr $ 24 Mrd. gewährte.

WIRTSCHAFTSÜBERSICHT
- Die Überwindung der Krise hängt nur von Macri ab. Von Juan E. Alemann.
Die Rezession hat sich in den letzten Wochen vertieft, und angesehene Wirtschaftler rechnen für das letzte Quartal mit einer interannuellen Abnahme des Bruttoinlandsproduktes von mindestens 5% und eventuell über 6%. Und dabei wird dann der Schluss gezogen, dass diese Tendenz sich auf das Jahr 2019 überträgt, so dass sich die Konjunktur bestenfalls im zweiten Halbjahr umkehrt. Hier kommt auch das keynesianische Konzept zum Ausdruck, das Rezessionen eine Tendenz haben, sich zu verewigen (Keynes sprach von einer “sekulären Stagnation”), und nicht, wie es die klassische Ökonomie annahm, Reaktionen schaffen, die zu ihrer Überwindung beitragen. Indessen spielt hier die Wirtschaftspolitik eine entscheidende Rolle. Wenn die bestehende Lage in ihrem Wesen nicht begriffen wird und weiter falsche Entscheidungen in grundsätzlichen Aspekten getroffen werden, dann dürften die Pessimisten recht behalten. Doch es sollte gewiss anders sein.


- Die Problematik von Aerolineas Argentinas. Von Juan E. Alemann.
Der Konflikt der Vorwoche bei der staatlichen Fluglinie Aerolineas Argentinas, mit Unterbrechung von 258 Flügen und ca. 30.000 Passagieren, die stundenlang auf den Flugplätzen warteten, ohne informiert zu werden, ob und wann die Flüge wieder aufgenommen würden, hat das strukturelle Problem des Unternehmens ins Rampenlicht gestellt. AA ist seit vielen Jahren ein Problem. Schon 1988, unter der Regierung von Alfonsín, kam die Initiative auf, das Unternehmen zu privatisieren, Das stieß jedoch auf politischen Widerstand, den eine Regierung, die sich in ihrer Endphase befand, nicht überwinden konnte. Präsident Menem nahm den Fall als eine der ersten Privatisierungen auf. AA ging zunächst an die spanische Iberia über, die später an Marsans verkaufte. Jene Privatisierung traft mit einer allgemeinen Krise der internationalen Luftfahrt zusammen, bei der große Unternehmen, wie Eastern, Panam, Swissair u.a aufgeben mussten, und andere nur dank staatlicher Hilfe weiter bestehen konnten. Nachdem AA ziemlich verkommen war, wurde das Unternehmen von Néstor Kirchner rückverstaatlicht. Und das kostete die Staatskasse mehrere Milliarden Dollar.

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