In dieser Ausgabe, 17. November:

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TITELSEITE

Deutschlands gutes Image
Studie: Weltweit höchstes Ansehen / USA rutschen ab
Nürnberg (dpa/mc) - Deutschland hat einer Studie zufolge weltweit den besten Ruf - und damit die USA von Platz eins verdrängt. Das geht aus einer gestern vorgelegten Image-Rangliste des Marktforschungsinstituts GfK und des Politikberaters Simon Anholt hervor. Die Vereinigten Staaten rutschten 2017 im Ranking auf Platz sechs ab. Frankreich gilt erstmals seit dem Start der Erhebung im Jahr 2005 international als das zweitbeliebteste Land. Großbritannien hält sich stabil auf Position drei, nachdem es im vergangenen Jahr nach dem Brexit-Votum starke Imageverluste hinnehmen musste. Kanada und Japan teilen sich Rang vier.

 

ARGENTINIEN

Tragisch
Tragisches Ende: Nach Bestechungsvorwürfen im Prozess um Korruption im Fußball hat Jorge Delhon, ein beschuldigtes Ex-Mitglied der Kirchner-Regierung, offenbar Suizid begangen.

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INTERNATIONALES

Kritisch
Nach dem Militärputsch in Simbabwe ist die politische Zukunft des Landes ungewiss. Die Putschisten hüllten sich in Schweigen. Der greise Langzeitpräsident Mugabe steht unter Hausarrest.

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KULTUR

Musikalisch
Es war ein musikalischer Nachmittag und zugleich eine politische Botschaft. In Gedenken an die Novemberpogrome von 1938 im Deutschen Reich organisierte die DAIA ein Konzert.

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SPORT

Dynamisch
Ein wenig Glück war dabei: Durch das Last-Second-Tor von Lars Stindl zum 2:2 gegen Frankreich schloss die DFB-Auswahl zum ersten Mal seit 1997 ein Jahr ohne Niederlage ab.

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Auch in dieser Ausgabe:

INTERNATIONALES
- „Zeit zum Handeln“. Weltklimakonferenz vor Abschluss / Allianz für Kohleausstieg.
Bonn (dpa) - Während die deutschen Parteien bei ihren Sondierungen in Berlin noch um den Kohleausstieg ringen, haben sich auf der Klimakonferenz in Bonn etliche Länder dazu bekannt.

DEUTSCHSPRACHIGER RAUM
- „Es kann gelingen“. Jamaika-Sondierungen in der entscheidenden Phase.
Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geht mit vorsichtigem Optimismus in die vermutlich entscheidende Runde der Sondierungen über eine Jamaika-Koalition aus Union, FDP und Grünen. Es gebe zwar noch „gravierende Unterschiede“ zwischen den Parteien, eine Einigung sei aber möglich. „Ich glaube, es kann gelingen“, sagte die CDU-Vorsitzende am Donnerstag in Berlin.

MEINUNG
- Die Justiz im Visier. Von Juan E. Alemann.
Die Kritik an den zahlreichen Mängeln der Justiz kommt bei der Gesellschaft immer stärker zum Vorschein. Dass Richter jetzt Prozesse vorantreiben, die sie vorher jahrelang liegen gelassen hatten, weil es sich um politisch brenzlige Fälle handelte, weist auch auf diesen Wandel hin. Die Richter befürchten jetzt, dass sie beschuldigt werden, die Prozesse absichtlich verzögert und dabei korrupte hohe Staatsbeamte in Schutz genommen zu haben. Es ist gewiss ein Fortschritt, dass jetzt die Verfahren gegen De Vido, Boudou u.a. voranschreiten. Doch es ist nicht befriedigend, dass in allen Fällen eine Präventivhaft verhängt wird, statt dass es schon zu einer Verurteilung gekommen ist, wie es hätte sein sollen.


- Im Blickfeld: WM ohne Italien. Von Stefan Kuhn.
In Deutschland mischen sich Erleichterung mit Schadenfreude, ehrliches Bedauern mit Krokodilstränen. Italien hat die Fußballweltmeisterschaft 2018 in Russland verpasst. Der Hauptgegner der „Mannschaft“ ist nicht dabei. Beide Länder haben je vier Weltmeistertitel, wobei Deutschland gemessen an Final- und Halbfinalteilnahmen das erfolgreichere Team ist. Die Deutschen standen acht Mal im Finale und 13 Mal im Halbfinale oder der Zwischenrunde. Sie wurden vier mal Vizeweltmeister und ebenso oft Dritter. Nur Brasilien liegt mit fünf WM-Titeln weiter vorn. Italien kommt auf sechs Final- und acht Halbfinal- oder Zwischenrundenteilnahmen.

ARGENTINIEN
- Neue Projekte am DAHZ. Bilaterales Hochschulzentrum weitet Angebot aus.
Buenos Aires (AT/mc) - Das deutsch-argentinische Hochschulzentrum (DAHZ) will sein Angebot ausweiten. Vor Kurzem bewilligte der Lenkungsausschuss der DAHZ zehn neue Anbahnungsprojekte für binationale Studiengänge mit Doppelabschluss. Auch ansonsten gibt es Neuigkeiten von der binationalen „Netzwerk-Universität“, die 2010 zur 200-Jahr-Feier Argentiniens auf den Weg gebracht wurde: So ging Dirk Schüller, der das DAHZ-Büro deutscherseits mehrere Jahr lang geleitet hatte, in den Ruhestand.

LATEINAMERIKA
- Chilenische Wechselspiele. Piñera Favorit bei Präsidentenwahl. Von Juan Garff.
Chile ist stabil, Kontinuität ist Trumpf. Vor der Präsidentenwahl liegt der konservative Unternehmer Piñera vorn. Seit zwölf Jahren schon wechselt er sich mit der Sozialistin Bachelet an der Macht ab. Soviel Wiederholung hat ihren Preis.

SPORT
- Schweiz fährt zur WM. Glückliches 0:0 gegen Nordirland reicht.
Basel (dpa/mc) - Die Schweizer Fußball-Nationalmannschaft fährt zum vierten Mal in Serie zur Endrunde einer Weltmeisterschaft. Drei Tage nach dem glücklichen 1:0-Sieg gegen Nordirland reichte den überlegenen Eidgenossen im entscheidenden Playoff-Duell am Sonntagabend in Basel ein torloses Remis. Die Mannschaft von Nationalcoach Vladimir Petkovic stand damit als 27. von 32 WM-Teilnehmern für Russland 2018 fest.


- „Das ist die Apokalypse“. Erstes WM-Aus für Italien seit 60 Jahren.
Mailand (dpa/mc) - Nach dem bitteren Scheitern in der WM-Qualifikation steht Italiens Fußball-Welt unter Schock. „Das ist die Apokalypse“, kommentierte kurz nach dem 0:0 gegen Schweden im Playoff-Rückspiel am Montag die „Gazzetta dello Sport“. Schon Sekunden nach dem WM-Aus flossen bei Torwartlegende Gianluigi Buffon die Tränen - wenig später verkündete der 39-Jährige seinen Rücktritt. „Ich verlasse mit Sicherheit eine Nationalmannschaft mit fitten Jungs, die von sich reden machen werden“, sagte der Keeper im italienischen Fernsehen und gestand: Es sei schlimm, dass seine Karriere so ende.


- Grantler, Kettenraucher, Fußball-Genie. Happel und sein Evangelium / Trainerlegende vor 25 Jahren gestorben.
Hamburg (dpa) - Er hat gequalmt wie eine Dampflok, er hat geflucht, gescherzt und gegrantelt, aber geredet hat er wenig. Dafür hat er umso erfolgreicher gearbeitet. Ernst Happel war einer der besten Trainer, die der Fußball je hervorgebracht hat. Am Dienstag jährte sich sein Todestag zum 25. Mal. Und nicht nur der Hamburger SV, der unter der Ägide des Österreichers zweimal die deutsche Meisterschaft (1982, 1983), den DFB-Pokal 1987 und den Europapokal der Landesmeister 1983 gewonnen hat, verneigt sich..


- FIFA-WM: Lostöpfe komplett.

- FUSSBALL: Niederlage gegen Nigeria

AUTO UND MOTOR
- Hoher Spritverbrauch bei Neuwagen.
Andernach/Stuttgart (dpa/tmn) - 42 Prozent - so weit klaffen der reale Spritverbrauch und die Herstellerangaben bei neuen Autos im Schnitt auseinander. Das hat der International Council on Clean Transportation (ICCT) festgestellt. Für Kunden ist es ein Ärgernis, wenn der Wagen viel mehr Sprit schluckt, als er sollte. Doch wie viel ist eigentlich zu viel, und was kann der Kunde dann machen? Tipps geben der Auto Club Europa (ACE) und Rechtsanwalt Jens Dötsch aus Andernach.

HÜBEN & DRÜBEN
- “Bleibe, solange ich fit bin”. Daniel Barenboim wird 75. Von Esteban Engel.
Dirigent, Pianist, Versöhnungsbotschafter - seinen 75. Geburtstag feiert Daniel Barenboim mit einem Konzert. Aufhören gehört nicht zum Programm.

WISSENSCHAFT
- Zunahme gefährlicher Erreger. EU warnt vor dramatischen Gefahren durch resistente Keime.
Brüssel (dpa) - Die EU-Kommission warnt eindringlich vor der Zunahme gefährlicher Erreger, gegen die gleich mehrere Antibiotika nicht mehr wirken. „Angesichts von 25.000 Toten pro Jahr und 1,5 Milliarden Euro an Gesundheitskosten und Produktionseinbußen in der EU, brauchen wir eine robuste Informationskampagne mehr denn je“, erklärte Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis am Mittwoch. Anlass war der zehnte europäische Antibiotika-Aktionstag.


- Rückenschmerz lass‘ nach. Wenn das Iliosakralgelenk blockiert. Von Corinna Kuhs.
Aachen/Karlsruhe - Bei Rückenproblemen denken die meisten Menschen an einen Hexenschuss oder herausgerutschte Bandscheiben. Dahinter kann aber ein Übeltäter stecken, den kaum einer auf dem Zettel hat: das Iliosakralgelenk - kurz ISG.


- Südamerikas Gletscher schmelzen. Ein peruanischer Bauer verklagt deutschen Kohlekonzern. Von Rodrigo Ruiz Tovar und Rolf Schraa.
Hamm/Bogotá - In Südamerika schmelzen die Gletscher in Rekordgeschwindigkeit. Eine Folge: In den peruanischen Anden steigt der Wasserstand eines Bergsees bei Huaraz etwa 450 Kilometer nördlich von Lima seit Jahren an. Der Bauer und Bergführer Saúl Luciano Lliuya fürchtet, dass eine Flut sein Haus wegreißen könnte und hat den Energieriesen RWE verklagt. Der Bergbauer fordert Geld für Schutzmaßnahmen, denn RWE sei durch seinen hohen CO2-Ausstoß für den globalen Klimawandel mitverantwortlich.


- Update oder nicht? Wann sich Warten lohnen kann. Von Till Simon Nagel.
Hannover/Bonn - „Neu ist immer besser.“ Dieser Spruch passt im Zusammenhang mit Software-Updates wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Klar sollte man Sicherheits-Updates für Windows, Mac, Android, iPhone und Co. immer sofort installieren. Meistens bringen sie nicht nur mehr Sicherheit, sondern auch neue Funktionen oder einen frischen Look. Aber wer die Serie kennt, weiß: Das Neue kann auch unerwünschte Nebenwirkungen haben und sich schnell abnutzen.

GEMEINSCHAFTEN
- Thema deutschsprachige Einwanderung. Das Zentrum DIHA gibt neue Heftreihe heraus.

- Schindler-Ausstellung in USA. Erika Rosenberg erinnert an Judenretter.

- Deutsch-Argentinischer Kultur- und Sportverband Keglertreffen

- In Los Pinos ist was los - Weihnachtsbasar der DWG: Mach mit!

SEITE DER FRAU
- Der Deutsche Klub steht für menschliche Begegnung. Gespräch mit dem Präsidenten des Deutschen Klubs, Matias Schweiger.

KULTUR
- “Historischer Moment”. Leonardo-Gemälde sprengt alle Rekorde.
New York (dpa) - Schon bei 200 Millionen Dollar klatschen und jubeln die 1000 Kunstsammler und Schaulustigen im Saal. “Bitte”, versucht Jussi Pylkkanen, Auktionator und Chef des Auktionshauses Christie‘s, die Menge zu beruhigen. Denn das war es noch lange nicht: 205, 220, 225, 230, 235 - ein Angebot jagt am Mittwochabend in New York das nächste, so dass irgendwann sogar Pylkkanen mit den Zahlen durcheinander kommt.


- Nestroy-Preis für Kirsten Dene. Burgschauspielerin aus Deutschland erhält Wiener Theaterpreis.
Wien - Die deutsche Theaterlegende Kirsten Dene ist mit dem österreichischen Nestroy-Preis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet worden. Die Entscheidung für die gebürtige Hamburgerin habe innerhalb der Jury Begeisterung ausgelöst, hieß es in der Begründung. Sie ließ in “Erinnerungen an große Theatererlebnisse schwelgen, die eine seltsame Magie auslösten und die unergründlichsten Frauenfiguren nahebrachten”. Der 74-Jährigen wurde der Preis am Montagabend im Wiener Ronacher überreicht. Dene prägte Claus Peymanns Theaterarbeit in Stuttgart, Bochum und Wien entscheidend. Mit dem Stück “Ritter, Dene, Voss” ging sie in die Literaturgeschichte ein. 1984 trat sie zum ersten Mal am renommierten Wiener Burgtheater auf.

WIRTSCHAFT
- Kriselnde Industrie-Ikone General Electric.
Einst Aushängeschild, heute Sorgenkind: General Electric (GE) hat sich vom Innovationsführer zum trägen Dino der US-Wirtschaft und Prügelknaben der Wall Street entwickelt. Der 125 Jahre alte Großkonzern, dessen Wurzeln auf den Glühbirnen-Erfinder Thomas Edison zurückgehen, erlebt ein schwarzes Jahr. Nun will der neue GE-Chef John Flannery das Ruder herumreißen.


- ZB erhöht Zinsen auf 28,75%.
Bei der Ausschreibung von Lebac-Wechseln hat die Zentralbank am Dienstag den Zinssatz für kurze Fristen um 2,25 Prozentpunkte auf 28,75% erhöht. Und auch so ist es ihr nicht gelungen, den Betrag der Amortisation von bestehenden Lebac mit der Zeichnung neuer Lebac auszugleichen. Die ZB erhielt Offerten für $ 335,25 Mrd., von denen sie $ 332,94 Mrd. annahm.Aber gleichzeitig verfielen Lebac für $ 379,85 Mrd., so dass ein Fehlbetrag von $ 49,91 Mrd. verblieb. Das wurde jedoch mit Käufen auf dem sekundären Markt ausgeglichen, die ab 17. Oktober in hohem Umfang erfolgten.

WIRTSCHAFTSÜBERSICHT
- Grundlagen für eine gute Zusammenarbeit zwischen Nationalstaat und Provinzen.
Am Donnerstag konferierten Präsident Mauricio Macri, begleitet von Kabinettschef Marcos Peña und seinen zwei Staatssekretären, Mario Quintana und Gustavo Lopetegui, plus Innenminister Rogelio Frigerio und Schatzminister Nicolás Dujovne, mit 20 Gouverneuren, drei direkten Vertretern von Gouverneuren (Santa Cruz, Neuquén und San Luis) und dem Regierungschef der Stadt Buenos Aires. Es war ein zivilisiertes Gespräch, bei dem auch die peronistischen Gouverneure guten Willen bezeugten, was Macri dann auch bei parlamentarischen Entscheidungen zugute kommt. Schon vorher, bei seiner jüngsten Reise nach New York, hatte Macri eine Reihe von Parlamentariern des justizialistischen Lagers mitgenommen und die Gelegenheit genutzt, engere Beziehungen einzufädeln. Er braucht die Opposition, um seine Reformen durchzusetzen, und diese muss davon überzeugt sein, dass dies auch ihr nützt. Dabei kommt ihm auch zugute, dass die meisten peronistischen Gouverneure und auch andere Peronisten sich von Cristina K. trennen wollen oder dies schon getan haben, die justizialistische Partei wieder beleben und die “Front für den Sieg” aufgeben wollen. Cristina K. hat ihnen dies durch die Bildung einer neuen Koalition, “Unidad ciudadana”, erleichtert.


- Die Wohnungskredite ändern die Struktur des Konsums.
Der allgemeine Konsum hat sich in den letzten Jahren stark verändert. In vielen Aspekten kommt dabei ein rationelleres Verhalten der Konsumenten zum Ausdruck, wie wenn sie auf sogenannte zweite Marken übergehen, die keinen spürbaren qualitativen Unterschied zu den namhaften Produkten aufweisen, aber viel billiger sind. Ebenfalls besteht ein Übergang auf billigere Einzelhandelsgeschäfte, wobei auch der Zentralmarkt an der Ausfahrtstraße nach Ezeiza und die wöchentlichen Straßenmärkte in der Stadt mehr Zugang haben, weil sie billiger sind. Der Umsatz der Supermärkte, der in den letzten Monaten in vielen Fällen real sogar gesunken ist, ist nicht mehr so repräsentativ für den Konsum wie vor einigen Jahren.

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