In dieser Ausgabe, Freitag 13. Juli:

principal

TITELSEITE

Lebenslänglich für Zschäpe
NSU-Prozess endet mit hohen Strafen / Weitere Aufklärung gefordert
München (dpa) - Nach mehr als fünf Jahren NSU-Prozess ist die Rechtsterroristin Beate Zschäpe in Deutschland wegen der Mordserie des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

 

ARGENTINIEN

Ausgesprochen
Selbstkritische Töne schlug Präsident Mauricio Macri bei der offiziellen Kundgebung zum Unabhängigkeitstag in Tucumán an. Erstmals räumte er auch eigene Fehler in seiner Amtszeit ein.

titular1
 

INTERNATIONALES

Ausbedungen
Der Druck von US-Präsident Donald Trump war enorm: So hat Kanzlerin Angela Merkel beim Nato-Gipfel in Brüssel weitere Zugeständnisse bei den deutschen Militärausgaben angedeutet.

titular2
 

HINTERGRUND

Ausgelöscht
Vor 100 Jahren wurden der letzte russische Zar und seine Familie ermordet. Für die Kirche ist er ein Heiliger, doch er wird auch politisch verklärt. Der Ort des Verbrechens ist heute ein Pilgerort.

titular3
 

KULTUR

Ausgezeichnet
Tanja Maljartschuk ist mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet worden. Die ukrainische Schriftstellerin erhielt die mit 25.000 Euro dotierte Ehrung für ihren Text „Frösche im Meer“.

titular4

line

Auch in dieser Ausgabe:

INTERNATIONALES
- Happy End in Thailand. Fußball-Team nach 17 Tagen aus Höhle gerettet.
Mae Sai (dpa) - Das Höhlendrama von Thailand ist nach 17 Tagen Zittern und Bangen glücklich zu Ende: Alle zwölf Spieler der Fußball-Jugendmannschaft und ihr Trainer sind gerettet. Die letzten fünf Eingeschlossenen - darunter ein Elfjähriger, der jüngste - wurden am Dienstag von Spezialtauchern ins Freie gebracht. Der hochgefährliche Einsatz war erst nach mehr als acht Stunden vorbei. Insgesamt benötigte das Team für die entscheidende Phase der Rettung drei Tage. Aus aller Welt trafen Glückwaünsche ein.

DEUTSCHSPRACHIGER RAUM
- Seehofer: „Asylstreit beendet“. Konflikte in GroKo dauern an / AfD auf Rekordhoch.
Berlin (dpa) - Der Asylstreit zwischen CDU und CSU hat die große Koalition an den Abgrund geführt und ganz Europa in Atem gehalten - doch CSU-Chef Horst Seehofer hält den Konflikt mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nun für erledigt. „Wir schauen nach vorne“, sagte der Bundesinnenminister der „Bild am Sonntag“. „Ich sage immer: Die Windschutzscheibe ist größer als der Rückspiegel.“ Die CSU habe eine Asylwende durchgesetzt. „Wir senden damit das Signal in die Welt, dass sich illegale Migration nicht mehr lohnt.“ Und mit Merkel könne er „selbstverständlich“ weiter vertrauensvoll zusammenarbeiten.

MEINUNG
- Der rote Kreis. Von Juan E. Alemann.
Wer den Begriff erfunden hat, weiß man nicht. Aber Präsident Mauricio Macri verwendet ihn, um einflussreiche Großunternehmer und andere zu bezeichnen, die angeblich politischen Einfluss haben, ohne direkt als Politiker tätig zu sein. Wie weit dann einflussreiche Journalisten und auch Ökonomen hinzukommen, verbleibt unbestimmt. Grundsätzlich bezieht sich der rote Kreis auf diejenigen, die die bürgerliche öffentliche Meinung bilden. Vor einigen Jahrzehnten bezeichnete man diese Gruppe als “Establishment”.


- Im Blickfeld: Offene Fragen. Von Stefan Kuhn.
Das Urteil ist gefallen. Gut Sechseinhalb Jahre nach dem Ende der rechten Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU), nach über fünf Prozessjahren und 438 Verhandlungstagen verurteilte das Oberlandesgericht München die Angeklagten Beate Zschäpe, Ralf Wohlleben, Holger Gerlach, Carsten S. und André Eminger. Die Urteile lösten gemischte Gefühle aus.

HINTERGRUND
- „Tragische Figur der russischen Geschichte“. Vor 100 Jahren wurden der letzte Zar und seine Familie ermordet. Von Friedemann Kohler.
Jekaterinburg - Der orthodoxe Oberpriester Maxim Minjailo verehrt Russlands letzten Zaren zutiefst. „Der Herrscher Nikolaus II. ist für mich das Oberhaupt unseres Staates, unser Vater, unser Monarch, unser Zar“, sagt der 43-jährige Geistliche. Nikolaus habe „mit seinem ganzen Leben und mit seinem Tod den Sieg des Guten über das Böse bezeugt“.


- Porträt: Boris Johnson. Britischer Ex-Außenminister.

ARGENTINIEN
- „Das Vaterland gibt nicht auf“. Proteste am Unabhängigkeitstag in Buenos Aires.
Buenos Aires (AT/mc) - In Deutschland würde die politische Linke sicher unter einem Motto Demonstrationen organisieren. Doch Argentinien hat eine andere Geschichte, sodass die Parole „Das Vaterland gibt nicht auf“ (La patria no se rinde) offenbar keine allzu nationalistischen Assoziationen auslöst.


- Kontakte nach Thüringen.
Buenos Aires (AT/mc) - Das Bundesland Thüringen will seine Beziehungen zu Argentinien ausbauen. Dies wurde deutlich beim Besuch des argentinischen Botschafters in Deutschland, Edgardo Malarodo, vor wenigen Tagen in Erfurt. In der Landeshauptstadt traf der Diplomat den thüringischen Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD), der in der Vergangenheit auch als Leipziger Oberbürgermeister und als Bundesverkehrsminister amtierte.

LATEINAMERIKA
- „Juristische Anarchie“. Brasiliens Richter ringen um Lula.
Porto Alegre (dpa) - In der brasilianischen Justiz ist ein offener Streit um den inhaftierten Ex-Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva ausgebrochen. Nachdem ein Bundesrichter in Porto Alegre zunächst die sofortige Freilassung des 72-Jährigen angeordnet hatte, stoppte der zuständige Gerichtspräsident wenig später die vorläufige Entlassung des ehemaligen Staatschefs (2003-2010).

SPORT
- „Traum geht weiter“. Kroatien nach 2:1 gegen England im WM-Finale.
Moskau (dpa) - Siegtorschütze Mario Mandzukic trug Kapitän Luka Modric jubelnd über den Platz, Verteidiger Sime Vrsaljko schleuderte seinen Trainer Dalic vor lauter Freude zu Boden - und die Engländer saßen tief enttäuscht auf dem Rasen. Dank des späten Tores von Mandzukic greift Kroatien erstmals nach dem WM-Pokal und hat dem Mutterland des Fußballs eine ganz bittere Halbfinal-Niederlage zugefügt.


- Frankreich greift nach WM-Titel. Knapper Taktik-Sieg gegen Belgien.
St. Petersburg (dpa) - Antoine Griezmann sank vor Glück auf die Knie, Trainer Didier Deschamps tanzte mit seinen Assistenten im Kreis und in der Heimat feierten die Fans in den Straßen von Paris eine Riesenparty. Die Grande Nation steht dicht vor dem ganz großen Triumph. Dank Torschütze Samuel Umtiti vom FC Barcelona hat Frankreichs Fußball-Nationalmannschaft den WM-Traum des kleinen Nachbarn Belgien zerstört und greift 20 Jahre nach dem Triumph im eigenen Land nach dem zweiten Titel.

AUTO UND MOTOR
- Smart und sicher. Autohersteller setzen auf spezifischeren Unfallschutz. Von Thomas Geiger.
Berlin - Der Airbag, das Antiblockiersystem ABS und der Schleuderschutz ESP - das sind unbestritten große Meilensteine der automobilen Sicherheit. Doch je besser uns die Technik vor den Folgen der häufigsten Unfälle schützt, desto stärker rücken in der Statistik und damit auch bei den Entwicklern Risiken und Karambolagen in den Fokus, die weniger wahrscheinlich sind, sagt Hans-Georg Marmit von der Sachverständigen-Organisation KÜS aus Losheim am See.

HÜBEN & DRÜBEN
- Phänomen und Phantom. Stefan Georges Geburtstag jährte sich zum 150. Mal. Von Johannes von der Gathen.
Berlin - Eine einzige Gedichtzeile von ihm hat überlebt: „komm in den totgesagten park und schau“- dieser Vers in der für Stefan George typischen Kleinschreibung ist heute noch vielen geläufig und taucht immer wieder auf, zuletzt als Romantitel beim Berliner Autor André Kubiczek.


- Sinnsuche und die Kraft des Schweigens. Regisseur Ingmar Bergman wurde vor 100 Jahren geboren. Von Theresa Münch.
Fårö - Sein Haus auf der kleinen Ostseeinsel Fårö baute Ingmar Bergman nicht auf feinen Sand, sondern an einen kargen Steinstrand. Das Raue, aufs Wesentliche Reduzierte passte zu ihm - und auch zu seiner düsteren Arbeit. Mit seinem filmischen Grübeln über die großen Sinnfragen beeinflusste der schwedische Meisterregisseur ganze Generationen. In diesem Jahr sind die Bergman-Klassiker wieder zu sehen - denn morgen wäre der schwedische Meister 100 Jahre alt geworden.

WISSENSCHAFT
- Tipps für guten Schlaf. Rituale sind nicht nur für Kinder wichtig. Von Marie von der Tann.
Gedanken kreisen um die Sorgen von morgen, man kommt einfach nicht zur Ruhe: Unser Schlaf ist Seismograph von Körper und Seele. Etwa jeder dritte Deutsche schläft schlecht. Die meisten tun zu spät etwas dagegen.


- Sorge ums Meer und gute Vorsätze. Naturbewusstsein der Deutschen. Von Teresa Dapp.
Müll am Strand, Müll im Wasser, Müll im Bauch von Walen. Die Verschmutzung der Weltmeere insbesondere mit Plastik treibt längst nicht mehr nur Umweltschützer um. Aber sind die Deutschen auch bereit, zu handeln?

GEMEINSCHAFTEN
- Pomrehn siegt in Paraguay. Erfolg bei den offenen Skatmeisterschaften des Nachbarlandes.
Bünos Aires (AT) - Die Reise nach Paraguay hatte sich gelohnt: Als Sieger der 20. offenen Skatmeisterschaften des Nachbarlandes kehrte Helmut Pomrehn vom Skatclubs „Die reizenden Jungs von Bialet Massé“ zurück. In einem bis zuletzt spannenden Turnier verwies der aus Kiel stammende Skatspieler die Konkurrenz auf die Plätze.


- Schachturnier zu den Jubiläen.
Anlässlich des 60. Gründungsjubiläums der Deutschen Schule Hurlingham und der sich in 6 Jahren zum hundertsten Mal jährenden endgültigen Einweihung des Deutschen Brunnes in Buenos Aires, wird ein Schachturnier um eine dafür hergestellte Trophäe veranstaltet.


- „Wilde Wolga“. Adrián Lorea stellt seinen Roman über Wolgadeutsche vor. Von Felix Ferraris.
Buenos Aires (AT) - Wahre Begebenheiten und eine fesselnde Geschichte über eine Familie, der nur noch die Flucht oder der Tod bleiben. Darum geht es in Adrián Loreas neuem Roman „Volga salvaje“ (Wilde Wolga), den der Autor vor wenigen Tagen im Deutschen Klub in Buenos Aires vorstellte. Das Buch beschäftigt sich mit dem Leben der Wolgadeutschen im späten 18. Jahrhundert. Gemeinsam mit dem Experten Juan Carlos Scheigel Huck habe er rund neun Jahre recherchiert, um das Leben der Wolgadeutschen realistisch abbilden zu können.


- Neue „Stolpersteine“ in Konstanz. Gedenkplaketten erinnern an Familie Thanhauser.
Buenos Aires (AT/mc) - Bewegende Momente in Konstanz. Silvia Trzenko, geborene Thanhauser, und ihr Sohn Juan Pablo Trzenko waren eigens aus Buenos Aires an die Stadt am Bodensee gekommen, um der Einweihung der Stolpersteine beizuwohnen. Diese erinnern an ihre Vorfahren Martha, Ernst, Heinz Karl und Kurt Thanhauser, die als Juden während der Nazi-Herrschaft aus Konstanz fliehen mussten und in Palästina/Israel bzw. Argentinien und Brasilien eine neue Heimat fanden.

SEITE DER FRAU
- Fit bis ins hohe Alter. Diese Sportarten eignen sich für Senioren. Von Pauline Sickmann.
Potsdam/Köln - Bewegung ist keine Frage des Alters. Im Gegenteil: Wer im Alltag nicht mehr so mobil ist, muss besonders darauf achten, nicht einzurosten. 150 Minuten moderate Bewegung pro Woche sind generell empfehlenswert. Wer rund 30 Minuten am Tag spazieren geht, erfüllt sein Soll also problemlos. Alternativ können Senioren 75 Minuten pro Woche intensiv trainieren. Wer zweimal die Woche 45 Minuten Sport treibt, erreicht auch das locker. Im Alter besonders wichtig: die Hauptmuskelgruppen in Beinen, Armen und Rumpf zu kräftigen. Außerdem lohnt es sich, einen Fokus auf Koordinations- und Gleichgewichtstraining zu legen.

KULTUR
- Ukrainerin gewinnt Bachmann-Preis. Tanja Maljartschuk für „Frösche im Meer“ ausgezeichnet.
Klagenfurt (dpa) - Die Schriftstellerin Tanja Maljartschuk ist mit dem 42. Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet worden. Die aus der Ukraine stammende und in Wien lebende Autorin erhielt die mit 25.000 Euro dotierte Ehrung am Sonntag in Klagenfurt für ihren Text „Frösche im Meer“. Darin thematisiert Maljartschuk (Jahrgang 1983) das fehlende Interesse der jüngeren Generation an ihren betagten Verwandten und die Probleme einer sozial ungleichen, fremdenfeindlichen Gesellschaft. Der Preis gilt als eine der renommiertesten Literaturauszeichnungen im deutschsprachigen Raum.


- Frauen-Power beim Filmfestival. Deutsche Filmemacherinnen setzen Akzente in Locarno. Von Peter Claus.
Bern/Locarno - Der deutsche Spielfilm „Wintermärchen“ wird im Wettbewerb des 71. Internationalen Filmfestivals von Locarno seine Weltpremiere feiern. Der von Jan Bonny inszenierte Spielfilm um junge Rechtsextreme wurde von der Kölner Produzentin Bettina Brokemper realisiert, die durch ihren Mut zu ungewöhnlichen Filmprojekten wie die freizügige Erotik-Studie „Wild“ bekannt wurde.


- Preis für Schindler-Ausstellung. Publizistin Erika Rosenberg unterstützte bayrisches Schülerprojekt.
Buenos Aires (AT) - Publizistin Erika Rosenberg ist jedes Jahr mehrere Monate in den deutschsprachigen Ländern unterwegs, um mit Vorträgen an die Judenretter Oskar und Emilie Schindler zu erinnern. Derzeit kann sich die Schriftstellerin aus Buenos Aires darüber freuen, dass ihr Engagement sichtbar Früchte getragen hat: So erhält das Projekt „Hoffnung - Das Erbe von Emilie und Oskar Schindler“, das Schüler des Gabrieli-Gymnasiums in Eichstätt auf Anregung Rosenbergs gestaltet haben, in wenigen Tagen den Simon-Snopkowski-Preis.


- Heimspiel für Barenboim.
Berlin/Buenos Aires (dpa) - Auch für Daniel Barenboim gibt es noch Debüts: Seit Mittwoch führt der Dirigent Richard Wagners Oper „Tristan und Isolde“ in Buenos Aires auf. „Zum ersten Mal werde ich in meiner Heimatstadt eine Operninszenierung leiten“, sagte Barenboim (75) vor der Premiere im legendären Teatro Colón.

WIRTSCHAFT
- Deutsche Wirtschaft baut. China-Engagement aus.
Die deutsche Wirtschaft baut ihr Engagement in China aus. Mehrere Konzerne unterzeichneten am Montag anlässlich der deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen in Berlin entsprechende Vereinbarungen. Zugleich plant ein Hersteller aus China in Thüringen eine Batteriezellen-Fabrik für Elektroautos. Deutsches Geflügel soll laut dem Bundesagrarministerium nach einer längeren Handelssperre wegen der Vogelgrippe künftig wieder nach China exportiert werden dürfen.


- Das Austeritätsdekret.
Am Mittwoch erschien das Dekret 633/18 im Amtsblatt, das sich auf verschiedene Sparmaßen des Bundesstaates und beiläufig auch auf andere Themen bezieht, die damit zusammenhängen. Zum Teil wurden die jetzt angekündigten Maßnahmen schon angewendet. Dadurch sollen $ 20,41 Mrd. gespart werden. Das stellt zwar nur 10% der $ 200 Mrd. dar, die gekürzt werden müssen, um das Abkommen mit dem IWF zu erfüllen, aber es trägt dazu bei. Im gleichen Dekret fordert die Regierung den Obersten Gerichtshof, das Parlament, die Regierungen der Provinzen und der Stadt Buenos Aires auf, auch die Bestimmungen des Dekretes anzuwenden. Vor allem in den Provinzen, die etwa drei Mal so viel Personen beschäftigen wie 1980, ist eine Einfrierung der freien Stellen unerlässlich.


- Geierfonds verklagt den Staat und fordert u$s 3 Mrd.
Der US-Investment-Fonds Burford Capital hat Klage vor einem Gericht von New York gegen den argentinischen Staat eingebracht, bei der er einen Betrag von u$s 3 Mrd. fordert. Es handelt sich um einen Konflikt, der bei der Übernahme des Kontroll- paketes von YPF, das Repsol gehörte, durch den Staat, entstand. Gemäss YPF-Statuten musste dabei ein Angebot an alle Aktionäre, zu gleichen Bedingungen, erfolgen. Das wird im Finanzjargon “tender offer” benannt. Das wurde jedoch unterlassen.

WIRTSCHAFTSÜBERSICHT
- Staatsverwaltung und Wirtschaftspolitik. Von Juan E. Alemann
Die Regierung von Mauricio Macri hat sich besonders um die Staatsverwaltung gekümmert, die unter den Kirchner-Regierungen völlig aus den Fugen geraten war, aber auch schon vorher große Mängel aufwies. Zunächst wurde die gigantische Korruption ausgemerzt, die sich überall eingenistet hatte. Wenn im Staat an oberster Stelle offen und unverschämt gestohlen wird, wie es unter Néstor und Cristina Kirchner der Fall war, dann wird dieses Vorbild von unteren Beamten als Regel verstanden. Beim Straßenbau hat der bisherige Verwalter und jetzt Energieminister, Javier Iguacel, Überpreise von 30% bis 50% festgestellt, die dann abgeschafft wurden. Doch auch bei anderen Ämtern ging es ähnlich zu.


- Die Aufteilung der Staatseinnahmen und –ausgaben. Von Juan E. Alemann.
Gouverneure verschiedener Provinzen, an erster Stelle Juan Schiaretti von Córdoba, haben bei der Nationalregierung beantragt, dass die Subventionen für die Versorgung mit Strom, Gas und Wasser im Raum von Groß-Buenos Aires (Bundeshauptstadt und 24 Bezirke der Umgebung) von der Stadt und der Provinz Buenos Aires getragen werden, statt vom Bundesstaat, so dass dieser dann die Zuwendungen an die Provinzen nicht, oder auf alle weniger als vorgesehen, kürzt. Beiläufig wird dann auch der Fall des Personentransports (Omnibusse und Vororteisenbahnen) in Groß-Buenos Aires erwähnt, wo die Subventionen besonders hoch sind, und auch nach den unlängst verfügten Erhöhungen hoch verbleiben. Die U-Bahn wurde schon, unter Mauricio Macri als Chef der Stadtregierung, auf die Stadt übertragen, die dabei auch die Benutzer subventioniert, die in der Provinz wohnen, aber die U-Bahn der Stadt verwenden.

Cámara Argentino Alemana Cámara de Comercio Suizo Argentina Cámara de Comercio Argentino Austríaca Festo Develop