25. 11. 2024

Buenos Aires (AT) – Der Kapitalmarkt ist eine der weniger bekannten Schwachstellen der argentinischen Wirtschaft. Gefangen im Spannungsfeld immer neuer Krisen und ausufernder Regulationsvorgaben sind die Börsenplätze des Landes im Laufe der letzten 20 Jahre zu einer Minimalversion ihrer selbst zusammengeschrumpft: zu klein, zu komplex, zu uninteressant, um das Interesse von Investoren und Anleger nachhaltig zu wecken. Schon gar nicht, das großer institutioneller oder gas ausländischer player. Das Wachstum von Brasiliens Bovespa (heute: Ibovespa) mit seinem Angebot und Marktvolumen ließ die argentinischen Indizes um so mehr in die Bedeutungslosigkeit absinken. Das könnte sich in Bälde ändern.

Die Teilhaber des Mercado Abierto Electrónico (MAE) und von Matba-Rofex, dem größten Terminmarkt und Getreidebörse Argentiniens, haben in der letzten Woche der Fusion beider Unternehmen und ihrer Kapitalmärkte zugestimmt. Die Integration soll in der Entstehung von A3 münden: einem einheitlichen argentinischen Finanzplatz mit regionaler Reichweite. Angepeilter Start: Anfang 2025. Der neue A3 zielt darauf ab, die Stärken beider Börsen zu bündeln, um sich „als moderner und effizienter Finanzplatz“ zu etablieren, wie die Zeitung La Nación jüngst berichtete.

Mit dieser Genehmigung bündeln beide Unternehmen ihre Stärken, um einen robusten und zukunftsorientierten Markt zu schaffen.

Die Aktionärsversammlungen bestellten Robert Olson (derzeit Präsident von MAE) zum Vorstandsvorsitzenden des integrierten Handelsplatzes. Andrés Ponte (heute Leiter von Matba Rofex) wurde zu seinem Vize ernannt. „Mit dieser Genehmigung bündeln wir unsere Stärken, um einen robusten und zukunftsorientierten Markt zu schaffen. A3 wird innovative und hochwertige Lösungen für den argentinischen Kapitalmarkt bieten, den Kapitalfluss steigern und die Prozesse von Handel und Abwicklung vereinfachen“, erklärte Olson.

Ponte betonte seinerseits: „Die Konsolidierung des argentinischen Kapitalmarkts ist ein lang ersehntes Ziel. Diese Integration bringt uns diesem Ziel näher und ermöglicht es, das Beste beider Institutionen zu kombinieren, um Spitzentechnologie und bisher unerreichte Effizienz anzubieten.“

In außerordentlichen Versammlungen stimmten die Aktionäre beider Unternehmen dem Zusammenschluss zu.

A3 ist als ein Markt mit einem breiten, integrierten Produktportfolio konzipiert, das sowohl agrarwirtschaftliche als auch Finanzprodukte umfassen soll, von Spotgeschäften bis hin zu Futures und Optionen, sowie der Registrierung von bilateralen und OTC-Transaktionen. Die Fusion unter der neuen Marke stellt „einen wichtigen Schritt in der Modernisierung und Wettbewerbsfähigkeit des lokalen Kapitalmarkts dar. Sie bietet eine Struktur, die Transparenz gewährleistet und sich an die aktuellen Anforderungen des Landes anpasst, während sie gleichzeitig die regionalen Dienstleistungen ausbaut und verbessert“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der neuen Partner.

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